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Welche Anlagedauer beim Festgeld optimal ist
Für einen Anleger, der weiß, wenn er voraussichtlich über das Geld verfügen muss, ist der ideale Anlagezeitraum naturgemäß dadurch bestimmt, dass er das Geld wieder erhält, wenn er es benötigt.
Wer aber weiß, dass er einen Betrag für einen längeren Zeitraum anlegen kann, plant den günstigsten Zeitraum anhand der zu erwartenden Zinsentwicklung. Sind die Zinsen recht hoch, so legt er sein Geld für einen möglichst langen Zeitraum fest; sind die Zinsen niederig, so bevorzugt er kürzere Anlagezeiträume und profitiert bei der Wiederanlage von der eingetretenen Zinssteigung.
Aktuell lässt sich die Zinsentwicklung schwer vorhersagen. Selbst die Angebote der Banken für lanfristige Geldanlagen weisen darauf hin, dass die zukünftige Zinsentwicklung sehr unterschiedlich bewertet wird. Banken, die mit bald fallenden Zinsen rechnen, gewähren für Anlagen mit sehr langen Laufzeiten Zinssätze, die gegenüber mittleren reduziert sind. Eine Steigung der Verzinsung bis zu einer Anlagedauer von einem Jahr und dann wieder ein langsames Absenken für längerfristige Anlagen drückt die Erwartung mittelfristig sinkender Zinsen aus.
Andere Banken vergrößern jedoch den Zins je nach Dauer der Anlage und gewähren einen steigenden Satz bis hin zu einer fünfjährigen Anlage. Dieses Angebot drückt die Erwartung weiterer Zinssteigerungen aus, denn die Bank möchte jetzt noch preiswert an langfristig angelegtes Geld kommen.
Wenn Banken schon derart unterschiedliche Erwartungen in die Entwicklung des Zinssatzes haben, lässt sich dieser für den Laien erst recht nicht vorhersagen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, hohe Beträge aufzuteilen und für einen Teil des Geldes einen langfristigen Vertrag abzuschließen, während ein anderer Teil für einen kürzeren Zeitraum angelegt wird. Damit lässt sich das Risiko einer fehlerhaften Einschätzung der Zinsentwicklung minimieren.